Auf einer Anhöhe über dem Moseltal, zwischen den Ortsteilen Besch und Nennig, liegt die größte Kriegsgräberstätte des Saarlandes.

 

Sie ist sowohl den gefallenen Deutschen als auch Soldaten anderer Länder zur letzten Ruhestätte geworden. Geographisch liegt der Ehrenfriedhof in einer Linie mit dem Westwall (Reste sind noch als Friedhofsmauer im nahegelegenen Tettingen-Butzdorf zu sehen). Auf dem Friedhofsgelände sind als Mahnmal noch Reste des Ende der 70er gesprengten Bunkers zu sehen. Der zweite Bunker lag 200 m weiter an der heutigen Kreuzung nach Nennig/Tettingen und wurde komplett gesprengt und unsichtbar gemacht. Unweit im Wald finden sich auch heute noch Reste der Bunkeranlage sowie zugeschüttete Zugangsschächte. Bis weit in die 70er waren im Bereich um den Friedhof Waffen- und Gerätefunde aus dem Zweiten Weltkrieg keine Seltenheit. Die Kinder spielten damals in den noch unverschütteten Bunkeranlagen. Heute hat sich die Natur die sichtbaren Reste überwiegend durch Wucherung wieder zurückgeholt.

 

Die Kriegsgräberstätte von Perl-Besch erinnert an die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges. Drei große Steinkreuze stehen auf einem gesprengten Bunker. Die Kriegsgräberstätte mahnt eindringlich zum Frieden unter den Nationen. Sie erinnert an die Opfer der Kriege, die Jahrhunderte lang auch unsere Region an der saarländischen Obermosel bedrängt und verwüstet haben.

 

1279 deutsche Tote ruhen hier, die meisten in den Kämpfen des Winters 1944/45 am Orscholz-Riegel gefallen. Aber auch 950 Kriegsopfer anderer Nationen fanden hier ihre letzte Ruhestätte.

 

Auf einem Gräberfeld sind 947 Personen in Einzelgräbern bestattet, von denen 286 namentlich bekannt sind. Aus den Namenslisten geht hervor, dass es sich hauptsächlich um Zwangsarbeiter aus Russland, Polen, Litauen, Lettland, der Tschechoslowakei, Italien und Jugoslawien handelt, die zwischen 1953 und 1955 auf den Ehrenfriedhof in Besch umgebettet wurden. 222 unbekannte Russen, die hier bestattet sind, waren bei einem Bombenangriff auf Schmelz-Hüttersdorf ums Leben gekommen. Ein Gedenkstein bildet die Mitte eines kreisförmig angelegten Gräberfeldes, in dem die nach Deutschland verschleppten Zwangsarbeiter begraben liegen. Auf dem Gedenkstein ist eine andere Zahl ausländischer Zwangsarbeiter angegeben, als hier wirklich bestattet sind, weil er bereits aufgestellt war, bevor 1960 die letzten ausländischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter hierher umgebettet wurden. Die Inschrift auf der Westseite des Steines lautet: 'Hier ruhen 859 Kriegstote verschiedener Nationen, verstorben im 2. Weltkriege'. Auf der Ostseite stehen die Worte: 'Aus der Unruhe der Zeit heimgekehrt in die Ewigkeit'."

 

An die Toten wird jedes Jahr mit einer respektvollen Zeremonie gedacht, an der viele Bürger aus der Umgebung und Soldaten der Bundeswehr teilnehmen.